Sie haben Materialien ausgewählt, Farben abgestimmt, Licht geplant und eine klare Atmosphäre geschaffen. Dann kommt im Projekt die Frage nach der Raumakustik.
Und plötzlich hängen an einer sorgfältig gestalteten Wand Elemente, die zwar eine technische Aufgabe erfüllen sollen – gestalterisch aber wie ein nachträglicher Eingriff wirken.
Genau diese Situation finde ich spannend.
Denn aus meiner Sicht sollte die Frage nicht lauten: Gestaltung oder Raumakustik?
Die interessantere Frage lautet: Wie kann eine akustische Massnahme von Anfang an Teil der Raumgestaltung werden?
Resone Acoustic beschäftigt sich genau mit dieser Schnittstelle. Noch nicht als fertiges Standardsortiment, sondern bewusst in einer Entwicklungs- und Pilotphase.
Die Herausforderung beginnt oft nicht bei der Akustik
Innenarchitekten und Interior Designer denken einen Raum als Ganzes.
Material, Licht, Möblierung, Proportionen, Farben und Kunst stehen in Beziehung zueinander. Gerade bei hochwertigen Büros, Sitzungszimmern, Kanzleien, Beratungsräumen oder Praxen wird wenig dem Zufall überlassen.
Gleichzeitig können Glas, Beton, harte Böden und andere schallreflektierende Flächen dazu beitragen, dass ein Raum akustisch anspruchsvoll wird.
Dann braucht es möglicherweise eine akustische Massnahme.
Aber welche?
Ein technisch geeignetes Element kann seine Aufgabe erfüllen und trotzdem visuell nicht zum Konzept passen. Umgekehrt darf eine attraktive Bildfläche nicht automatisch als akustisch wirksam bezeichnet werden.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Raumakustik ist keine Eigenschaft des Bildmotivs.
Entscheidend sind unter anderem der konkrete Systemaufbau, die verwendeten Materialien, die Fläche, die Platzierung und der Raum selbst.
Deshalb möchte Resone Gestaltung und technische Prüfung nicht gegeneinander ausspielen.
Beides muss zusammenpassen.
Warum die Wand für Interior Professionals interessant wird
Eine grosse Wandfläche ist in einem Raum nie nur eine freie Fläche.
Sie prägt Blickachsen, Atmosphäre und Proportionen.
Genau deshalb ist es schade, wenn die gestalterische Entscheidung abgeschlossen ist und eine akustische Massnahme erst ganz am Ende als technischer Zusatz hinzukommt.
Ich sehe darin eine andere Möglichkeit.
Der Ausgangspunkt kann eine Bildwelt sein, die zum Raumkonzept passt. Resone entwickelt dafür die mögliche Verbindung von kuratierter Kunst, Raumgestaltung und einer technisch zu prüfenden Akustikumsetzung.
Die visuelle Grundlage stammt aus realen Mixed-Media-Arbeiten von Bunter Fine Art in Ennetbaden.
Dort entstehen Originalarbeiten mit Schichten, Strukturen, Farbflächen und einer sichtbaren Materialität.
Resone prüft, wie sich ausgewählte Bildwelten daraus später auf eine für ein konkretes Akustiksystem geeignete Oberfläche übertragen lassen.
Wichtig dabei: Eine solche Übertragung wäre kein Originalkunstwerk.
Und sie ist heute auch noch kein fertig freigegebenes Standardprodukt.
Genau deshalb suche ich für diese Entwicklungsphase nicht möglichst viele Bestellungen, sondern die richtigen Projekte und Gesprächspartner.
Was Innenarchitekten davon haben könnten
Für Sie als Planerin oder Planer liegt der interessante Punkt nicht darin, noch einen weiteren Akustikanbieter in Ihre Materialbibliothek aufzunehmen.
Interessanter ist die Frage, ob sich eine akustisch relevante Fläche stärker in Ihre gestalterische Planung integrieren lässt.
Zum Beispiel:
- Welche Bildsprache unterstützt Ihr Raumkonzept?
- Welche Wandfläche ist gestalterisch relevant?
- Welche Anforderungen bestehen aus akustischer Sicht?
- Welches technische System kommt dafür überhaupt infrage?
- Welche Nachweise benötigen Sie für das konkrete Projekt?
- Wie lässt sich die Bildwirkung visualisieren, bevor Entscheidungen getroffen werden?
Damit verändert sich die Reihenfolge.
Nicht zuerst ein fertiges Produkt auswählen und anschliessend versuchen, es gestalterisch passend zu machen.
Sondern Raum, Nutzung, Bildwelt und technische Anforderungen gemeinsam betrachten.
Resone soll den Akustikplaner oder Systemanbieter nicht ersetzen
Dieser Punkt ist mir wichtig.
Resone Acoustic positioniert sich nicht als Ersatz für Akustikfachplanung oder einen qualifizierten Systemanbieter.
Bei technischen Fragen braucht es belastbare Angaben zum tatsächlich eingesetzten System.
Dazu können je nach Projekt beispielsweise akustische Kennwerte, Brandschutzanforderungen, Materialangaben, Befestigung oder andere projektrelevante Nachweise gehören.
Solange diese für einen konkreten Aufbau nicht dokumentiert sind, sollten sie auch nicht versprochen werden.
Resone möchte an einer anderen Stelle Mehrwert schaffen: bei Bildwelt, Kuration, Raumbezug und der gestalterischen Schnittstelle zur technisch verantworteten Lösung.
Für Innenarchitekten kann gerade diese klare Rollenverteilung interessant sein.
Sie behalten Ihr Gestaltungskonzept im Zentrum.
Die technische Seite wird dort geprüft, wo die entsprechende Fachkompetenz und Dokumentation vorhanden ist.
Und Resone entwickelt die visuelle Verbindung dazwischen.
Raumakustik ist übrigens nicht dasselbe wie Schallschutz
Gerade bei Kanzleien, Beratungsräumen oder Praxen ist diese Unterscheidung wichtig.
Raumakustik beschäftigt sich damit, wie sich Schall innerhalb eines Raumes verhält.
Schallschutz betrifft dagegen die Übertragung von Schall zwischen Räumen oder nach aussen.
Eine akustische Wandlösung darf deshalb nicht mit Diskretion oder Privatsphäre gleichgesetzt werden.
Wenn Gespräche nicht in den Nachbarraum übertragen werden sollen, braucht es eine entsprechende Betrachtung des Schallschutzes.
Das kann eine ganz andere technische Aufgabe sein.
Für die Planung ist diese Trennung wichtig, weil sonst Erwartungen entstehen, die eine einzelne Massnahme gar nicht erfüllen kann.
Wie könnte ein Pilot mit einem Interior Professional aussehen?
Gerade weil Resone noch in der Entwicklung steht, halte ich einen klar begrenzten Pilot für sinnvoller als grosse Versprechen.
Am Anfang müsste kein Produktkatalog stehen.
Sondern ein konkreter Raum.
Zum Beispiel ein Sitzungszimmer, ein Beratungsraum, eine Praxis oder ein hochwertiger Arbeitsbereich, bei dem Gestaltung und akustische Anforderungen zusammenkommen.
Dann lassen sich einige Fragen sauber klären:
1. Was soll der Raum leisten?
Wie wird er genutzt? Wie viele Personen halten sich typischerweise darin auf? Was wird heute als störend wahrgenommen?
2. Was ist gestalterisch bereits definiert?
Materialien, Farben, Möblierung, Licht, Wandflächen und gewünschte Atmosphäre geben den Rahmen vor.
3. Welche Bildwelt passt zum Konzept?
Nicht jedes Motiv passt in jeden Raum. Die Bildsprache sollte die Architektur unterstützen und nicht mit ihr konkurrieren.
4. Welche technische Lösung müsste geprüft werden?
Erst hier kommt die technische Seite ins Spiel. Systemaufbau, Eignung, Nachweise und Verantwortlichkeiten müssen für das konkrete Projekt geklärt werden.
5. Was lernen wir aus dem Pilot?
Passt die visuelle Wirkung? Funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Planung, Bildwelt und technischem Partner? Welche Punkte müssten für weitere Projekte anders gelöst werden?
Für mich ist genau das der Sinn einer Pilotphase.
Nicht so zu tun, als sei bereits alles gelöst.
Sondern an einem realen Anwendungsfall herauszufinden, was tatsächlich funktioniert.
Wann ein Pilot interessant sein könnte – und wann nicht
Ein Pilot ist aus meiner Sicht besonders interessant, wenn Sie bereits ein konkretes Projekt oder einen konkreten Raum vor Augen haben.
Vielleicht stört Sie an bestehenden Lösungen nicht deren technische Logik, sondern deren visuelle Wirkung.
Vielleicht suchen Sie für eine Wandfläche etwas Individuelleres als eine rein technische Erscheinung.
Oder Sie möchten früh prüfen, ob sich Kunst, Materialität und eine akustische Funktion überhaupt sinnvoll zusammenführen lassen.
Nicht jedes Projekt wird dafür geeignet sein.
Wenn technische Anforderungen bereits vollständig definiert sind und nur noch ein serienreifes Standardprodukt ausgeschrieben werden soll, ist die aktuelle Entwicklungsphase von Resone möglicherweise nicht der richtige Zeitpunkt.
Wenn dagegen noch gestalterischer Spielraum vorhanden ist und Sie bereit sind, die technische Machbarkeit sauber zu prüfen, wird es interessant.
Warum ich Innenarchitekten früh einbeziehen möchte
Die Verbindung von Kunst und Raumakustik lässt sich meiner Meinung nach nicht sinnvoll allein am Schreibtisch entwickeln.
Es braucht reale Räume.
Es braucht Materialentscheidungen.
Und vor allem braucht es Menschen, die täglich darüber nachdenken, wie Räume funktionieren und wirken.
Deshalb sind Innenarchitekten, Interior Designer und Raumplaner für Resone nicht einfach ein späterer Vertriebskanal.
Sie können in dieser Phase wichtige Gesprächspartner sein.
Welche Informationen brauchen Sie, bevor Sie eine solche Lösung überhaupt in Betracht ziehen?
Welche Unterlagen fehlen?
Wie früh müsste die Bildwelt in Ihren Prozess kommen?
Wo braucht es Muster oder Visualisierungen?
Und an welcher Stelle muss die Verantwortung klar beim technischen Systempartner liegen?
Diese Fragen sind für mich im Moment wertvoller als ein möglichst umfangreicher Produktkatalog.
Vielleicht haben Sie genau den richtigen Raum dafür
Resone Acoustic befindet sich bewusst in der Entwicklungs- und Pilotphase.
Die Bildwelt und ihr Ursprung sind real. Die mögliche Übertragung auf technisch geeignete Akustiklösungen wird dagegen projektbezogen geprüft. Technische Leistungswerte werden erst dann genannt, wenn sie für den konkreten Systemaufbau dokumentiert sind.
Das macht den Weg etwas sorgfältiger.
Für Innenarchitekten kann gerade darin aber eine Chance liegen: nicht eine fertige Lösung übernehmen zu müssen, sondern früh mitzuprüfen, wie eine gestalterisch überzeugende Verbindung von Bildwelt, Raum und Akustik aussehen könnte.
Wenn Sie aktuell ein Projekt im Raum Ennetbaden und Umgebung planen, bei dem eine akustisch relevante Wandfläche gestalterisch besser gelöst werden soll, lassen Sie uns den konkreten Raum in einem Pilotgespräch gemeinsam prüfen.
Weitere Quellen:
Die Architekturabteilung der ETH Zürich hat Unterlagen zu den Grundlagen der Raumakustik veröffentlicht. Dort wird unter anderem erklärt, dass Schallabsorber Reflexionen reduzieren und dass unterschiedliche Absorber je nach Aufbau und Frequenz unterschiedlich wirken. Nicht das Bildmotiv, sondern der technische Aufbau ist relevant. Entscheidend ist der gesamte akustische Aufbau. Einen verständlichen Einstieg in Schallreflexion und Schallabsorption bietet die ETH Zürich in ihren Grundlagen zur Raumakustik.
SUVA – Raumakustik für Planer, Architekten, Ingenieure Es ist schade, wenn die gestalterische Entscheidung abgeschlossen ist und eine akustische Massnahme erst ganz am Ende als technischer Zusatz hinzukommt. Auch die Suva empfiehlt, raumakustische Massnahmen bereits bei der Planung von Neu- und Umbauten einzubeziehen.

