Mit Künstlern arbeiten? Warum ich die Vorbehalte von Innenarchitekten gut verstehe

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Ein Künstler sieht eine Möglichkeit. Ein Innenarchitekt sieht vielleicht zuerst drei neue offene Punkte.

Passt das Werk wirklich in den Raum? Bleibt der Künstler bei der vereinbarten Richtung? Kommt die Antwort rechtzeitig? Was passiert, wenn sich der Kunde nochmals umentscheidet? Und wer kümmert sich um all die Details, die zwischen einer schönen Idee und einem funktionierenden Projekt liegen?

Ich kann diese Fragen gut verstehen.

Mehr noch: Ich halte viele Vorbehalte gegenüber der Zusammenarbeit mit Künstlern nicht einfach für Vorurteile. Sie entstehen aus Erfahrungen, die Planer tatsächlich machen.

Kreativität ist wertvoll. In einem professionellen Projekt reicht sie allein aber nicht.

Wenn aus künstlerischer Freiheit ein Projektrisiko wird

Innenarchitektur lebt von Kreativität. Aber sie ist gleichzeitig ein Projektgeschäft.

Sie arbeiten mit Bauherrschaften, Fachplanern, Lieferanten und ausführenden Unternehmen. Entscheidungen hängen voneinander ab. Termine verschieben sich. Budgets haben Grenzen. Materialien müssen bemustert werden. Und irgendwann muss aus einer Idee eine verbindliche Entscheidung werden.

Kunst funktioniert oft nach einer anderen Logik.

Ein Künstler möchte sich nicht zu früh festlegen. Ein Werk entwickelt sich. Eine Idee verändert sich während des Prozesses. Manchmal gehört genau diese Offenheit zur Qualität der künstlerischen Arbeit.

Was im Atelier richtig sein kann, kann im Projekt jedoch schwierig werden.

Dann entstehen Glaubenssätze wie:

«Künstler machen am Ende sowieso, was sie wollen.»

«Mit Künstlern kann man nicht sauber planen.»

«Sobald man Anforderungen formuliert, wird es kompliziert.»

«Die Idee ist spannend, aber die Umsetzung kostet mich zu viel Zeit.»

«Am Ende muss ich zwischen Künstler und Kunde vermitteln.»

Ich würde solche Aussagen nicht vorschnell als falsch abtun.

Denn dahinter steckt meist ein berechtigtes Bedürfnis: Planbarkeit.

Sie möchten kreative Qualität in ein Projekt bringen, ohne dafür die Kontrolle über das Projekt zu verlieren.

Ich kenne beide Seiten

Meine eigene Arbeit kommt aus zwei Welten.

Mit Bunter Fine Art arbeite ich künstlerisch. Dort entstehen reale Mixed-Media-Arbeiten mit Schichten, Strukturen, Materialien und einer eigenen Bildsprache. Das Atelier ist der Ursprung dieser Arbeiten und meiner Bildwelt.

Ich kenne deshalb den Creator in mir sehr gut.

Den Drang, etwas auszuprobieren. Eine Oberfläche nochmals zu verändern. Nicht bei der ersten guten Lösung stehenzubleiben. Einer Idee Raum zu geben, bevor sie endgültig beurteilt wird.

Diese Seite möchte ich nicht verlieren.

Aber sie ist nur ein Teil meiner beruflichen Persönlichkeit.

Ich komme gleichzeitig aus dem Unternehmertum und aus dem Projektdenken. Ich habe Projekte geführt und mit unterschiedlichen Menschen und Kulturen gearbeitet. Dort gelten andere Regeln als vor einer Leinwand.

Eine gute Idee muss verständlich werden.

Entscheidungen müssen getroffen werden.

Verantwortlichkeiten müssen klar sein.

Und wenn andere Menschen von meiner Arbeit abhängig sind, kann ich mich nicht hinter meiner Kreativität verstecken.

Genau diese Verbindung prägt heute meine Haltung.

Künstlerische Freiheit und Verbindlichkeit sind kein Widerspruch

Vielleicht liegt hier einer der grössten Unterschiede in der Zusammenarbeit.

Ich sehe eine Vorgabe nicht automatisch als Einschränkung meiner Kreativität.

Wenn Sie mir beispielsweise eine räumliche Situation, eine Farbwelt, Materialien, Blickachsen oder die gewünschte Atmosphäre erklären, dann ist das für mich kein Angriff auf meine künstlerische Freiheit.

Es ist ein Briefing.

Und ein gutes Briefing kann Kreativität sogar interessanter machen.

Denn dann lautet die Frage nicht mehr:

Was möchte ich als Künstler machen?

Sondern:

Was kann meine Bildwelt zu diesem Raum beitragen?

Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Sie bleiben als Interior Professional verantwortlich für das räumliche Gesamtkonzept. Ich muss nicht versuchen, Ihre Rolle zu übernehmen.

Meine Aufgabe ist es, zuzuhören, zu verstehen und zu prüfen, ob und wie meine gestalterische Handschrift dazu passen könnte.

Und manchmal gehört dazu auch ein Nein.

Nicht jede Arbeit passt in jeden Raum. Nicht jede Idee lässt sich sinnvoll weiterentwickeln. Und nicht jede technische Anforderung kann mit einer künstlerischen Vorstellung verbunden werden.

Das früh zu erkennen, ist aus meiner Sicht professioneller, als eine Idee um jeden Preis durchzusetzen.

Sie brauchen keinen weiteren Unsicherheitsfaktor im Projekt

Ich glaube, Interior Designer und Innenarchitekt:innen suchen nicht nach Künstlern, die zu Projektmanagern geworden sind.

Sie suchen Künstler mit einer eigenständigen Handschrift.

Aber sie möchten wissen, ob die Zusammenarbeit funktioniert.

Das zeigt sich für mich in erstaunlich einfachen Dingen.

Höre ich zu, bevor ich Lösungen präsentiere?

Verstehe ich, dass Ihre Gestaltung Teil eines grösseren Ganzen ist?

Kann ich mit einem Briefing umgehen?

Kann ich zwischen einer kreativen Idee und einer bereits geklärten Leistung unterscheiden?

Spreche ich offene Punkte an?

Und respektiere ich die Fachkompetenz anderer Projektbeteiligter?

Gerade der letzte Punkt ist für Resone Acoustic wichtig.

Resone befindet sich heute in der Entwicklungs- und Pilotphase. Es gibt noch keine freigegebenen Standardprodukte. Resone entwickelt die mögliche Verbindung von kuratierter Bildwelt, Raumgestaltung und einer technisch zu prüfenden Akustikumsetzung. Technische Akustikleistungen werden nicht einfach aus der künstlerischen Idee heraus behauptet, sondern müssen für das konkrete System mit qualifizierten Partnern geprüft werden.

Das ist für mich keine Schwäche.

Es ist eine Frage der Rollenklärung.

Ein Künstler muss nicht plötzlich Akustikingenieur sein. Ein Systemanbieter muss nicht zum Kunstkurator werden. Und ein Innenarchitekt sollte nicht die ungeklärten Schnittstellen zwischen allen Beteiligten auffangen müssen.

Interessant wird es dort, wo jeder seine Kompetenz einbringt und gleichzeitig versteht, was die anderen für ihre Arbeit benötigen.

Genau daraus ist mein Ansatz mit Resone entstanden

Bei Resone interessiert mich nicht einfach die Frage, wie man ein Kunstwerk auf irgendeine akustisch wirksame Oberfläche bringt.

Mich interessiert der Prozess davor.

Welche Bildwelt passt zum Raum?

Welche Wirkung sucht die Innenarchitektur?

Welche Materialien und Farben sind bereits gesetzt?

Was soll bewusst ruhig bleiben und wo darf ein Bild Präsenz entwickeln?

Wie könnte eine Visualisierung helfen, bevor Entscheidungen getroffen werden?

Und dann kommt die wichtige Grenze:

Was muss technisch geprüft werden?

Denn die akustische Eignung hängt nicht vom Motiv allein ab. Entscheidend ist der konkrete Systemaufbau und der jeweilige Raum. Druck, Trägermaterial, Format, System und technische Anforderungen müssen deshalb mit einem qualifizierten Partner geklärt werden.

Resone entwickelt genau diese Schnittstelle derzeit weiter.

Nicht mit dem Anspruch, bestehende Akustiksysteme besser erklären zu können als deren Hersteller.

Sondern mit der Frage, wie künstlerische Bildwelt, Raumgestaltung und technische Kompetenz sauber zusammenfinden könnten.

Was Sie von einer Zusammenarbeit mit mir erwarten dürfen

Für mich beginnt eine gute Zusammenarbeit nicht mit einem Katalog.

Sie beginnt mit Zuhören.

Ich möchte verstehen, was Sie planen, welche gestalterische Idee dahintersteht und wo Sie eine Möglichkeit für Kunst sehen. Ebenso wichtig sind die Grenzen: Was steht bereits fest? Was ist technisch vorgegeben? Was ist noch offen?

Danach lässt sich gemeinsam beurteilen, ob meine Bildwelt überhaupt zum Projekt passt.

Das klingt vielleicht selbstverständlich.

Ist es aber nicht.

Denn gute Zusammenarbeit entsteht aus meiner Erfahrung nicht dadurch, dass alle Beteiligten möglichst viele Ideen haben. Sie entsteht dann, wenn klar ist, wer welche Verantwortung trägt und wann welche Entscheidung gebraucht wird.

Meine künstlerische Seite bringt Ideen, Bilder, Materialität und Neugier in diesen Prozess.

Meine unternehmerische Seite fragt gleichzeitig:

Was braucht mein Gegenüber, um weiterarbeiten zu können?

Wo müssen wir verbindlich werden?

Welche Frage ist noch nicht beantwortet?

Und wo braucht es einen Spezialisten statt einer Vermutung?

Diese beiden Seiten gehören bei mir zusammen.

Vielleicht ist genau das die eigentliche Frage

Wenn Sie als Innenarchitekt:in mit einem Künstler arbeiten, müssen Sie seine Arbeitsweise nicht kontrollieren wollen.

Aber Sie sollten verstehen können, wie er arbeitet.

Kann er seine künstlerische Position vertreten, ohne das Gesamtprojekt aus den Augen zu verlieren?

Kann er Freiraum nutzen, ohne Verbindlichkeit mit Einengung zu verwechseln?

Kann er akzeptieren, dass ein Projekt nicht um sein Werk herum gebaut wird?

Und kann er offen sagen, wo seine Kompetenz endet?

Für mich sind das keine Nebenthemen.

Sie entscheiden darüber, ob aus einer interessanten Begegnung eine gute Zusammenarbeit werden kann.

Kunst darf eigenständig sein.

Ein Projekt braucht trotzdem Verlässlichkeit.

Ich glaube nicht, dass wir uns zwischen diesen beiden Dingen entscheiden müssen.

Wenn Sie ein konkretes Interior-Projekt haben

Wenn Sie an einem Projekt arbeiten und prüfen möchten, ob meine Bildwelt beziehungsweise der Entwicklungsansatz von Resone dazu passen könnte, lassen Sie uns Raum, Gestaltung, Anforderungen und offene Schnittstellen in einem ersten Gespräch gemeinsam klären.

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